Als im Herbst 1990 einmal eine kleine Schar junger und jung gebliebener Sänger sich aufmachte, einen Jugendgottesdienst musikalisch zu gestalten, ahnte niemand, dass dies ein größeres Projekt werden könnte. Mit Gitarre, Querflöte, E-Bass und Klavier stand eines Tages eine kleine Gruppe in der Kirche und sang und spielte – alles unplugged - Neue Geistliche Lieder. Elanvoll machte sich diese erste „Generation“ daran, Lieder einzustudieren, einen eigenen Sound zu finden und als Gruppe zusammenzukommen. Bald schon kristallisierte sich heraus, dass die FranziskusBand nicht nur Musik macht, sondern auch im Miteinander-reden, -spielen und -singen Jugend- und Gruppenarbeit leistet. Die FranziskusBand wuchs, man traf sich über die musikalische Begegnung hinaus und ging gemeinsam zu anderen kirchlichen (und sonstigen) Veranstaltungen. Erste Einladungen in andere Gemeinden folgten, nachdem sich die Jugendgottesdienste in Franziskus inhaltlich und musikalisch im näheren Umkreis herumgesprochen hatten.

Vieles ging in der Anfangszeit noch „auf die Schnelle“, häufig wurde einstimmig gesungen, die Instrumentalisten hatten genügend Freiraum zur Improvisation. Gefürchtet war damals vor allem Armin Rufs „Last-minute-Gottesdienst“, in dem er meist erst nach dem Läuten der Glocke das Manuskript zum Gottesdienstablauf an die Band ausgab. Doch mit der Zeit stellte sich eine gewisse Routine ein, die solche Hürden leicht überwindbar machte. >>

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Zum besseren Hören, zum exakteren Filtern der Stimmen und zur runderen Präsentation des Gesamtklanges, entschloss sich die Band, 1994 einige technische Investitionen zu tätigen: Eine Anlage mit Mikrofonen, Verstärkern, PA- und Monitorboxen wurde mit Hilfe eines Kredits der Eltern von den Bandmitgliedern angeschafft, der dann im Laufe der Jahre abgestottert wurde. So ausgerüstet, konnte die Band größere Engagements annehmen: Diözesanjugendfestivals 1996, 1999 und 2003, Ministrantentag 1998 in Augsburg, Katholikentag 2000 in Hamburg, Sternsingereröffnung in Berlin im Bundeskanzleramt 2000 und „Tag der Religionslehrer“ der Diözese Augsburg 2006 und 2008 in St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Dreimal hat die Band diese umfassende religiöse „Show“ mit Spielszenen, Liedern, Arrangements und Events in Szene gesetzt. Mit großem Aufwand, vielseitiger Präsentation und Begeisterung hat die Band damit ein für sie eigenes Genre kreiert. „Concertino I“, „diesseits – jenseits“ und „...einmal werden wir“ sind zu einem Markenzeichen der FranziskusBand geworden.
Die folgenden CD-Einspielungen hielten den damaligen musikalischen Stand fest. 2004 folgte eine CD-Auftragsarbeit für den Kösel-Verlag: Einspielung Neuer Geistlicher Lieder für ein Religionsbuch der Reihe „religion vernetzt“ für den Religionsunterricht an bayerischen Gymnasien. >>

 

Mit unterschiedlichen Besetzungen im Laufe der Jahre musste auch die Band verschiedene Sounds kreieren, neue Sänger und Instrumentalisten integrieren und sich so von Generation zu Generation neu zusammenfinden.
Mittlerweile geht die FranziskusBand in die „vierte Generation“.
Viele Jugendliche und junge Erwachsene haben in der Band mitgewirkt, und bedingt durch Studium, Beruf oder private Veränderungen ist die Band personell immer im Fluss.
Was bleibt, ist jedoch die Begeisterung, die alle immer wieder aus den Liedern, der Musik und der Gemeinschaft mitnehmen.

Ausdrücklich angemerkt werden muss, dass dieses Projekt nicht ohne den „Geist“ der Pfarrgemeinde St. Franziskus möglich wäre.
Viele Gemeindemitglieder oder Gottesdienstbesucher von außerhalb bestätigen uns und ermuntern uns, zu singen und Neues auszuprobieren. Durch die wohlwollende Unterstützung aller Pfarreigremien und des Pfarrers wird so die Entwicklung der Band gefördert.

Markus Meister

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